Poetry-Slam mit den achten Hauptschulklassen

Gepostet von am Jun 21, 2018

Poetry-Slam mit den achten Hauptschulklassen

Lars Ruppel animiert die Schülerinnen und Schüler in einem Workshop zum kreativen Umgang mit Sprache

Zu Beginn des zweistündigen Workshops stellte sich Lars Ruppel den Schülern vor und erzählte bildhaft aus seinem Leben. Schon als Schüler habe er Schreibaufgaben viel lieber kreativ bearbeitet, habe so seine Liebe zum Reimen entdeckt und sein Lieblingsdichter sei Heinz Erhardt. Seine vorgetragenen ersten literarischen Gehversuche machten die Schülerinnen und Schüler der Klassen H8a und H8b neugierig und motivierten sie dazu, selbst kreativ zu werden.

Zum Auftakt des kreativen Miteinanders forderte Lars Ruppel die Schülerinnen und Schüler auf, Synonyme zu finden. Die ersten Begriffe „Hund“ und „Katze“ gab der mehrfache deutsche Meister im Poetry-Slam vor. Die Ideen der Schülerinnen und Schüler waren hier beindruckend, denn Begriffe wie Fußhupe, Sabberschleuder, Beinschmeichler, Katzenhasser oder Teppichratte wären sicherlich nicht jedem sofort eingefallen. In diesen Momenten erlebten die Schülerinnen und Schüler, dass sie gemeinsam lustige und intelligente Synonyme finden konnten.

Im Anschluss zeigte Ruppel, dass Wörter bereits in ihrem Klang eine Stimmung transportieren. So gebe es hart und negativ klingende Wörter wie z.B. „Hass“, aber auch positiv und angenehm klingende Wörter wie z.B. „Liebe“.

Die Themen für die ersten Reime und Texte gaben sich die Schülerinnen und Schüler selbst. Jeder schrieb einen Begriff auf einen Zettel und reichte ihn an seinen Sitznachbarn weiter. Dieser durfte mit diesem Begriff den Satz „Liebe ist wie …“ vervollständigen. Der angeschlossene Reim erklärte dann die Aussage. Für einen Schüler war Liebe wie eine Zigarette, da sie süchtig mache, ein anderer Schüler verglich Liebe mit einer Tür, die man öffnen könne, sich daran aber auch die Nase einrennen könne. Lars Ruppel selbst war von einem Beispiel sichtlich beeindruckt als ein Schüler Liebe mit einem PC verglich, der nur dann funktioniert, wenn alle Teile zusammenpassen. Besonders gelungene Reime wurden mit kurzen Gedichten seines Lieblingsdichters gewürdigt, welche er den Schülern vortrug.

Mit weiteren einfachen Sprach- und Reimspielen ermutigte Lars Ruppel die Schülerinnen und Schüler ihre persönliche Kreativität zu entdecken und in ihrem Alltag zu entfalten. Auch langweilige Arbeitsaufträge kann man kreativ umsetzen. Unterstützung erhielt die Mittelpunktschule Hartenrod durch das hessische Ministerium für Wirtschaft und Kunst, die Sparkasse Marburg-Biedenkopf, die Kulturstiftung der Sparkassen und das Kulturamt Marburg, damit der gelungene Workshop angeboten werden konnte. In der Nachbetrachtung der Veranstaltung zeigten sich alle Schülerinnen und Schüler von dem Workshop und vor allem von der Person Lars Ruppel begeistert.

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